Lesen ist die billigste Art zu reisen

Ich war 16 Jahre alt und saß im Flugzeug. Meine Eltern hatten mich gerade zum Flughafen gebracht und verabschiedet. Die Reise konnte beginnen, und ich war schon ganz aufgeregt vor meinem ersten Flug.

Dann beschleunigte das Flugzeug und ich schaute gespannt aus dem kleinen Fenster. Ich war fasziniert davon, wie die Autos, Häuser und Städte immer kleiner wurden. Wenige Minuten später flogen wir über den Wolken. Und ich hatte noch 22 Stunden Reisezeit vor mir.

Ein Buch hatte ich nicht zur Hand, denn ich war ja ein Lesemuffel. Und so langweilte ich mich die meiste Zeit während des Fluges. Einschlafen konnte ich nicht so richtig, denn die Sitze waren zu eng und unbequem. Mit einem langweiligen Buch wäre mir das Einschlafen bestimmt leichter gefallen.

So schaute ich aus dem Fenster und fand es am Anfang ziemlich cool, dass über den Wolken immer schönes Wetter war. Beim Landeanflug – wieder unter den Wolken - wurde mir dann aber klar, dass ich mir von dem schönen Wetter dort oben nichts kaufen konnte.
Das Flugzeug hatte inzwischen die Räder ausgefahren und wenige Sekunden später berührten wir wieder den Erdboden. Allerdings „Down-Under“ ! Auf der anderen Seite der Erdkugel: An der Westküste Australiens.

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